Interview

Wofür tun Sie das, was Sie tun, was treibt Sie an?

Ich leiste einen Beitrag dazu, dass 2050 die Menschen ihren Geist so selbstverständlich trainieren und pflegen wie heute den Körper, weil sie gelernt haben, selbst gut für sich zu sorgen. Ich ermutige dazu, sofort anzufangen und zeige wie es geht. Denn wenn wir morgen noch genauso gut und gerne arbeiten wollen wie heute, müssen wir anders mit unseren Ressourcen umgehen.

Was tun Sie, wenn Sie einmal nicht das Leben erforschen und Ihre Erkenntnisse weiter geben?

Ich liebe Musik, ich spiele Klavier, was ich viel zu selten praktiziere. Ich gehe in Konzerte und in die Oper, weil mir das Kraft und Freude gibt. Musik erinnert uns an die Vielfarbigkeit unserer Gefühle. Ganz neu entdeckt habe ich Petanque, das Spiel mit den Kugeln.

Haben Sie Präferenzen?

Ja. Ich liebe Bach und ABBA. Wenn ich diese Musik höre weiß ich, was der Begriff Begabung meint. Frank Sinatra höre ich am liebsten abends, Vivaldi im Zug. Ich lerne jedes Jahr etwas Neues über Musik. In diesem beschäftigen mein Partner und ich uns beispielsweise mit den Sopranistinnen unserer Zeit.

Sie behaupten immer wieder, dass Essen eine Ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist. Wie kommt das?

Essen ist Teil eines Lebensgefühls, der klaren Entscheidung für Genuss. Ich habe früh erkannt, dass es eine tolle Möglichkeit ist, sich dreimal täglich etwas Gutes zu tun. Dabei bevorzuge ich die Italienische und indische Küche, Tapas und meine große Leidenschaft ist dunkle Schokolade. Deshalb arbeite ich auch gerne mit ihr als Metapher, denn beim Schokolade naschen machen wir alles intuitiv richtig, verschieben nichts, sorgen gut für uns, wählen individuell und wissen was wir wollen. www.schokologie.com

Was war Ihr erster großer Erfolg?

Ich glaube, im Abitur in Mathe eine 1 zu bekommen. Ich hatte wirklich viel dafür getan und die passenden Umstände kamen hinzu.

Was war Ihr erster großer Misserfolg?

Definitiv die Kletterstange im Sport nicht hinaufzukommen. Ansonsten habe ich großartigerweise alles Wichtige, was ich in meinem Leben wollte, erreicht.

Haben Sie Vorbilder?

Oh ja. Oprah Winfrey – weil sie viele Menschen erreicht und Mut macht, Steffi Graf – weil sie Privates und Berufliches skandalfrei und sympathisch vereint und den Dalai Lama – weil er so viel Freundlichkeit ausstrahlt.

Was mögen Sie, was nicht?

Ich liebe Blumen, Musik, meine Arbeit, Ayurvedische Massage und mich stören Computerpannen, verspätete Züge und schlechte Luft in Restaurants.