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5 Grundregeln, wie Sie Stress im Urlaub vorbeugen

5 Grundregeln, Stress im Urlaub vorzubeugen

Wie entscheiden Sie, was Sie im Urlaub unternehmen? Aus meiner Erfahrung gibt es zwei Konzepte: im Urlaub mal alles zu machen, was man sonst nicht tut: z.B. zu faulenzen, viel zu essen, zu trinken und zu erleben, spät schlafen zu gehen usw. Oder das Gegenteil: den Urlaub besonders gesund zu verleben und z.B. früh schlafen zu gehen, besonders gesund zu essen, Alkoholverzicht, Sport zu treiben usw.

Egal, wie das bei Ihnen aussieht – es gibt einige Erkenntnisse, wie Sie mit Stress besser oder schlechter umgehen, was einem Erholungseffekt eher nutzt oder schadet. Sie sollten sich mental genauso sorgfältig vorbereiten, wie Sie z.B. Prospekte studieren, um den perfekten Urlaubsort zu finden.

Die beliebtesten Fehler rund um einen positiven Urlaub

Vor dem Urlaub muss alles weggearbeitet sein
Wir nehmen an, wir müssten vor und nach dem Urlaub richtig viel leisten. Im Urlaub selbst kann es dann zur „Stress-Wegfall“ Reaktion mit Infekten und Erschöpfung kommen. Doch es gibt ein Leben nach dem Urlaub. Reduzieren Sie in den Tagen vor dem Urlaub die Anzahl der Termine anstatt sie zu erhöhen.

Weniger und länger Urlaub machen
Früher sagte man, dass mindestens einmal im Jahr ein großer Urlaub z.B. von drei Wochen wichtig wäre. Viele Menschen haben den Eindruck, dass sie länger brauchen, um abzuschalten und im Urlaub anzukommen, bevor der Erholungseffekt einsetzt. Leider bröckelt der Urlaubseffekt schon nach einer Woche zurück im Alltag und meist ist er nach einem Monat dahin. Egal, wie lange der Urlaub dauerte.

Urlaubsmitbringsel sind überflüssiger Kitsch
Die Andenkenbranche boomt und mancher hat schon so viele Steine vom Spaziergang am Meer mitgebracht, dass der Platz langsam knapp wird. Die Glücksforschung sagt allerdings, dass kleine Erinnerungen an schöne Augenblicke der Fortsetzung des guten Befindens im Alltag dienen. Sie können sogar ein Anker sein, mit denen man das gute Urlaubsgefühl schnell wieder zurückholen kann.

Es ist völlig egal, wie wir uns Gutes tun, Hauptsache wir tun es
Art und Herkunft des Glücks beeinflussen die gesundheitliche Wirkung. Hedonistisches Glück entsteht durch eine kurzfristige Befriedigung eines Bedürfnisses, beispielsweise leckeres Essen oder einen bewegenden Film. Eudämonistisches Glück entsteht aus einem tieferen Sinn, dem Engagement für Familie und Freunde oder einen gemeinnützigen Verein.

Beide Formen führen kurzfristig zu Wohlbefinden, reduzieren Stress und stärken die Gesundheit. Auf Immunzellebene reduziert nur sinnhafte Glücksinvestition Stress. Shoppingtouren, Computerspiele, viel Alkohol sind nur scheinbar schnelle Stressreduzierer. Fragen Sie sich besser, welchen langfristigen Nutzen eine Aktivität Ihnen und anderen bringt.

Im Urlaub ein Auge auf die Arbeit haben
Es mag subjektiv gesehen so sein, dass der Blick aus der Ferne auf die E-Mails das Gefühl gibt, später weniger Stress zu haben. Die neueste Forschung sagt allerdings, dass schon allein die Anwesenheit eines Handys unsere Aufmerksamkeit ablenkt und wir für optimale Erholung wirklich auf andere Gedanken kommen müssen. Je weniger wir im doppelten Sinne abschalten, umso schlechter schlafen wir zum Beispiel. Die digitale Welt hat ein hohes Suchtpotential und das beginnt dort, wo wir glauben, es gäbe keine Alternative zur ständigen Erreichbarkeit.

5 Ideen, wie Sie das Stresspotential im Urlaub abbauen

1. Machen Sie neue Erfahrungen
Der angenehme Erholungseffekt entsteht aus vielen Einzelteilen wie dem Brechen mit Routinen des Alltags, neuen Eindrücken und Überraschungen. Dies führt zur Ausschüttung des Wohlfühlbotenstoffes Dopamin. Im Alltag haben wir uns an das Gute und Schöne schon längst gewöhnt und reagieren nicht mehr darauf.

2. Urlaubsglück wird selbst bestimmt
Ob Sie Glück haben (mit dem Reiseleiter, dem Essen, der Pünktlichkeit des Zuges), können Sie wenig beeinflussen. Ob und wann Sie glücklich sind, schon. Denn das hängt von Ihrer Perspektive sowie der Bewertung jeder Situation ab. Stellen Sie weniger Bedingungen, die für das Urlaubsglück erfüllt sein müssen, umso leichter und öfter erreichen Sie es.

3. Urlaubsglück entwickelt sich
Die Stimmung verbessert sich schon bei der Urlaubsplanung und – von extremen Ausnahmen abgesehen -, fühlen wir uns im Urlaub wohler und entspannter. Je weniger Stress wir aus dem Alltag mit in den Urlaub nehmen und je weniger wir uns schon im Urlaub Sorgen um das Danach machen, umso mehr Urlaubsglück erleben wir.

4. Finden Sie viele Gründe zum Lächeln
Oxytozin ist ein Hormon, das zu Entspannung und Wohlbefinden führt.

Es wird vom Gehirn und dem Herzen produziert. Gebildet wird es bevorzugt bei Körperkontakt, Lächeln, Dankbarkeit, Mitgefühl und Empathie. Es ist ein nützlicher hormoneller Gegenspieler des Stresshormons Cortisol. Legen Sie außerdem immer einmal symbolisch die Hand auf Ihr Herz, das kurbelt die Entspannung an.

5. Relativieren Sie die negativen Ereignisse
Sie sind immer ein Einzelfall in einer Summe von vielem Guten. Falls Sie Zweifel haben, führen Sie einen Tag lang eine Strichliste. Was hat alles geklappt, Spaß gemacht, ist gelungen? Denken Sie auch an scheinbar Selbstverständliches wie  ein bequemes Bett, leckeres Frühstück oder eine staufreie Autofahrt. Und wenn etwas schief läuft, dann ärgern Sie sich bitte nur drei Minuten:

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