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7 Denkfehler, warum Kritik negativen Stress macht

Egal ob beim Mitarbeiter-Feedback, Kundenbefragungen oder einer simplen Bemerkung eines anderen Menschen: Manchmal trifft es uns, was andere sagen. Was tun, um da wieder rauszukommen?

Denken Sie häufiger vor und weniger nach.

Es geht um die Richtung und Farbe der Gedanken. Viel zu schnell denken wir überkritisch, destruktiv oder enttäuscht und wiederholen dies immer wieder. Häufig ist es uns so vertraut, negativ zu denken, dass wir dies nicht einmal merken. Besser wäre es, in Lösungen zu denken, zu relativieren oder sich schlicht abzulenken.

Negative Gedanken wirken heftiger und nachhaltiger als positive. Deshalb müssen wir sie bewusst steuern. Die Forschung sagt, dass eine negative Emotion ca. drei bis sieben positive zum Ausgleich benötigt, damit wir gesund und glücklich bleiben und berufliche und private Beziehungen langfristig funktionieren. Schenken Sie dafür Ihren Gedanken mehr Aufmerksamkeit und entscheiden Sie bewusst, wie Sie denken:

So denken wir uns schlechte Gefühle:

Wir wiederholen kränkende Worte

Wir rechtfertigen uns innerlich

Wir rechtfertigen uns laut

Wir überlegen, was man hätte sagen sollen

Wir schimpfen mit der anderen Person oder über die Situation

Wir schimpfen oder hadern mit uns selbst

Wir tun uns mit Begriffen wie „nie“ oder „immer“ selbst weh

So fühlen wir uns besser:

Wir befassen uns nicht mit Dingen, die vorbei und nicht mehr zu ändern sind

Wir denken nicht über etwas nach, was nicht beeinflussbar ist, wie die Meinung anderer

Wir relativieren die kränkenden Gedanken

Wir machen uns freundliche Gedanken

Wir überlegen, was man aus der Situation lernen kann

Wir lenken uns ab

Das habe ich erlebt:

 Sie wollen mein Erlebnis live erzählt bekommen, hier geht das:

Wie Sie negative Gedanken nach Kritik in positive verwandeln

Ich gehe gern gegenüber in das Café zum Frühstück. Besonders schön ist es, morgens draußen zu sitzen und den Tag unter blauem Himmel zu beginnen. Am liebsten esse ich warmen Milchreis mit Zucker und Zimt. Das ist Nahrung für meine Seele.

Nach einem Frühstück bat ich um die Rechnung und sagte der Bedienung, wie zufrieden ich mit dem heute ganz besonders leckeren Essen sei. Daraufhin war ihre Antwort: „Na das ist ja mal etwas Neues. Sonst haben Sie ja immer an allem etwas auszusetzen.“

Ich war entsetzt und fand keine Worte, auf diese Bemerkung zu reagieren. So zahlte ich nur und ging. Dann begannen die Selbstgespräche. „Wie kann Sie nur“, „ich bin doch so ein freundlicher Mensch“, „das stimmt doch gar nicht“ usw. Genau dies ist der Moment, um über „nachdenken“ oder „vordenken“ zu entscheiden.

Wenn wir gestresst sind, sind wir meist generell dünnhäutiger. Bauen Sie deshalb Stress mit 10 Minuten Tricks täglich ab, so geht es: mit Stress besser umgehen lernen

Es ist völlig nutzlos, sich innerlich zu verteidigen oder schlagfertige Antworten zu suchen. Die Situation ist vorbei. Es ist ebenso nutzlos zu überlegen, wie die Bedienung zu überzeugen wäre, dass sie im Unrecht ist. Zum einen wird sie immer denken, was sie denkt. Zum anderen ist es weder für sie noch für mich im Alltag wichtig, was sie über mich denkt.

Lohnenswert ist sich zu fragen, ob ich etwas lernen kann. Zum Beispiel indem ich nach der ersten Aufregung neutral reflektiere, wie mein Umgang mit der Bedienung ist. Bin ich vielleicht manchmal angespannt und deshalb kurz angebunden oder kritisch? Falls ich eine Antwort finde, wie ich etwas anders machen kann, dann tue ich es. Falls nicht, sollte das Thema abgeschlossen werden. Dafür hilft mir Ablenkung, zum Beispiel einen Artikel wie diesen zu schreiben. Grundsätzlich sollten wir uns gerade in unangenehmen Situationen selbst mehr Gutes tun. Für mich ist das z. B. eine duftende Tasse Tee zu genießen oder ein Stück Schokolade. In „schweren“ Fällen beides.