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Die Kunst der guten Entscheidung

Wie viele Entscheidungen haben Sie heute wohl getroffen? Zwei oder drei?

Vielleicht denken Sie sogar, heute gab es nichts zu entscheiden, Sie haben keine Urlaubsreise gebucht und keinen neuen Anzug gekauft?

Dann lassen Sie uns doch den Tag mal ansehen. Wann sind Sie aufgestanden, haben Sie gefrühstückt oder nicht, was tragen Sie? Haben Sie jemanden angerufen, im Garten gearbeitet, Zeitung gelesen, das Radio angestellt, Ihre Medizin eingenom-men? Dies alles sind die vielen kleinen Entscheidungen des Alltags, die wir wenig aufmerksam treffen. Noch interessanter werden Entscheidungen, von denen wir glauben, wir träfen Sie gar nicht, oder wir erinnern uns nicht mehr daran.

Irgendwann haben Sie sich für genau diesen Partner oder für das Alleinsein ent-schieden, für diesen Job oder diese Ausbildung. Sie haben Entscheidungen getroffen, die heute Ihre Fitness, Ihre Attraktivität, Ihren Charme, Ihre Gesundheit prägen. Wir vergessen gar zu gern, dass für ein Ergebnis viele, viele, kleine Bausteine eine Rolle spielen. Und das wir immer eine Wahl haben. Wir fürchten die Konsequenzen unserer Entscheidungen und meinen dann, es ginge nicht anders. Es kann gut sein, es „gehört sich“, kranke Angehörige zu pflegen. Die Entscheidung treffen trotzdem Sie. Sie haben ganz viel Stress und keine Zeit zum Kochen und Einkaufen? Das entscheiden auch Sie.

Und dann gibt es da noch Entscheidungen, die völlig unbewusst ablaufen. Ihr Herz-schlag oder Ihr Atem, die Magenentleerung oder die Körpertemperatur. Das Unter-bewusstsein trifft sie mit wunderbarer Regelmäßigkeit, wofür wir sehr dankbar sein können. Erst wenn plötzlich ein Fehler auftritt und wir das durch Beschwerden registrieren, wenn das Herz jagd oder die Körpertemperatur steigt, merken wir, dass eine falsche Entscheidung getroffen wurde. Diese sind Folgen anderer Entscheidungen, über die wir zu wenig nachdenken. Zum Beispiel, uns von Ängsten oder Ärger zu lange in Besitz nehmen zu lassen. Weil wir durch das Leben jagen, statt sorgsam mit uns zu sein, der Fragilität unseres Seins Rechnung zu tragen und wahrzunehmen, wie es uns geht und was wir uns abverlangen.

Oft wird gesagt, dass Krankheiten Ihren Sinn haben, was von den Betroffenen ver-ständlicherweise meist anders gesehen wird. Bemerkenswert ist, was alles möglich wird, wenn wir krank sind. Plötzlich essen wir bewusst und regelmäßig, schlafen, machen Pausen, denken über uns nach. Investieren in Kurse und Produkte und hät-ten das alles vorher viel preiswerter haben können.

Entscheiden Sie sich künftig doch einfach bewusster. Nehmen Sie sich häufiger vor einer Entscheidung Zeit. Dann investieren Sie später weniger Zeit, um die Ergebnis-se unüberlegter oder unbewusster Entscheidungen auszumerzen.

1.Prüfung von Alternativen und Konsequenzen.
Überlegen Sie genau, was Sie im Leben, im Beruf, zu Hause erreichen wollen und ob die Entscheidung dazu passt.
2. Prüfen Sie mit dem Herzen, der Intuition,
Sind Sie auf dem richtigen Weg? Sie fühlen es genau. Der Körper gibt immer klare Signale, wir müssen nur hinhören.
3. Sagen Sie „ja“ oder „nein“ statt „vielleicht“ und „ich versuche es einmal“. Sie werden sich konsequenter verhalten.

Das kann man lernen und je geübter Sie sind, umso schneller wird es in der täglichen Anwendung gehen.