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Gedanken zur Mitarbeiterzufriedenheit und warum ein Fragebogen sich lohnt

mitarbeiterzufriedenheit
Kann es Mitarbeitern zu gut gehen?
„Mitarbeiter sollen sich hier nicht wohl fühlen, sondern Leistung bringen“, höre ich so manchen Geschäftsführer seufzen, wenn es darum geht, Mitarbeiter zu motivieren. Interessant ist, dass in deutschen Unternehmen Wohlbefinden oder Zufriedenheit keine Ziele sind, zumindest nicht für die Mitarbeiter. Für Kunden schon. Für sie wird auch mehr Budget eingesetzt als für die Mitarbeiter. Deren Wohlbefinden steht höchstens einmal als Belohnung auf der Tagesordnung. Getreu dem Motto: erst die Leistung, dann darf es uns gut gehen. Führungskräfte werden außerdem dafür bezahlt und anerkannt, dass die Bilanzen und Gewinne stimmen und nicht dafür, dass sich Menschen im Unternehmen gut fühlen oder gesund sind.

Typische Symptome für eine überholte Unternehmenskultur

Menschen kommen krank zur Arbeit,
Menschen bringen kaum eigene Ideen ein,
es wird häufiger geschimpft als gelacht,
die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern stagniert,
Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements werden wenig genutzt oder bringen wenig Erfolg,
Investitionen in Weiterbildung werden als Erstes gekürzt.

Die Arbeitswelt 4.0 funktioniert anders
Denn wir haben es inzwischen mit einem Mitarbeitermarkt zu tun. Es geht nicht mehr nur darum, Kunden glücklich zu machen und zu umwerben, sondern die Mitarbeiter. Denn ohne Mitarbeiterzufriedenheit nützen die besten Kunden nichts. Gut ausgebildete, engagierte Mitarbeiter entscheiden heute selbst, wohin sie gehen und wie lange sie bleiben. Hinzu kommt, dass die Anforderungen am Arbeitsplatz durch Verdichtung, ständige Veränderungen und mehr Zeitdruck steigen und Mitarbeiter gesund und leistungsfähig bleiben MÜSSEN. Höchste Zeit also, Wohlbefinden und Zufriedenheit nicht mehr als Ergebnis eines Erfolges oder als Dankeschön für eine Leistung zu verstehen, sondern vielmehr als deren Voraussetzung.

Das neue Leistungsverständnis
Wenn Firmen wie Google im Unternehmen Spielecken einrichten oder in Japan während der Arbeitszeit geschlafen wird, dann geschieht dies nicht, weil solche Unternehmen besonders menschenfreundlich sind. Sondern weil sie verstanden haben, dass die Leistungen, die heute erbracht werden sollen, einen mental und körperlich fitten, sich gut fühlenden und zufriedenen Mitarbeiter voraussetzen. Dies zu fördern, heißt Leistung zu fördern.

Arbeit und Wohlbefinden sind das perfekte Paar
Mihaly Csikszentmihalyi und Judith LeFevre beschäftigten sich mit Fragebogen zu Mitarbeiterzufriedenheit und dem „Flow“-Zustand. Also dem Moment höchster Konzentration und Leistungsfähigkeit. Sie fanden, dass bei der Arbeit die Chance dafür fast drei Mal so oft vorkommt, nämlich 54 Prozent, wie in der Freizeit mit 17 Prozent. Denn Flow ist meist das Gegenteil von Routine. Wir kennen das vom Sport. Kaum eine Sportart macht einfach so Spaß. Egal auf welchem Niveau – Überwindung, Aushalten von Muskelkater, Dranbleiben gehören dazu. Die Psychologin Sonja Lyubomirsky hat nachgewiesen, dass Wohlbefinden die Arbeitsproduktivität besser vorhersagt als die Freude an der Arbeit. Selbst wenn die Arbeit keinen Spaß macht, wird jemand, dem es gut geht, sie besser erledigen als jemand, dem es schlecht geht, dessen Lieblingsarbeit.

Arbeit macht glücklicher, als wir denken
Die Gallup-Gruppe um Tom Rath hat in weltweiten Studien herausgefunden, dass es fünf Arten von Wohlbefinden gibt. Das Tätigkeitswohlbefinden, soziales, finanzielles, physisches und Gemeinschaftswohlbefinden. Den größten Einfluss auf das Wohlbefinden insgesamt hat die Tätigkeit! Wer sich mit seiner Tätigkeit wohlfühlt, hat eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für ein gutes Gesamtwohlbefinden.
Wer sich wohlfühlt, leistet auch deshalb mehr, weil es einen positiven Kreislauf aus Wohlbefinden, Erholung, Engagement und Produktivität gibt. Studien zeigen, dass das Erholungsniveau am Morgen das Arbeitsengagement über den Tag vorhersagt. Bemerkenswert ist auch, dass hohes Arbeitsengagement nicht zu emotionaler oder physischer Erschöpfung führt, die das Privatleben negativ beeinflusst. Vielmehr gingen Menschen nach einem engagierten Tag mit einem besseren Erholungsniveau nach Hause als nach einem wenig engagierten. Auf diese Weise kann eine Work-Life-Unity dazu beitragen, dass Menschen in beiden Lebensbereichen das Beste daraus machen.

Mitarbeiterzufriedenheit messen: Fragebogen zum Downlaod

Sie können von verschiedenen Seiten an das Thema herangehen. Sie können sich Krankenstand oder Fluktuation ansehen oder eine Befragung durchführen lassen. Ich selbst mag es schnell und einfach. Deshalb habe ich durch das happiness research institut, dass die Positive Psychologie in Deutschland wissenschaftlich begleitet, einen Fragebogen zu den fünf wichtigsten Themen der Mitarbeiterzufriedenheit erstellen lassen. Ich setze ihn vor und nach meinen Vorträgen ein, um zu verdeutlichen, wie die Ausgangssituation ist und was durch meine Intervention erreicht wird.
Gemessen werden im Fragebogen nicht nur Zufriedenheit selbst, sondern auch Wohlbefinden und Produktivität. Beeindruckend ist, dass sich schon in einer Stunde gezielter Beschäftigung mit einem positiven Blick auf die Welt z.B. das Wohlbefinden im Schnitt um 11,07 % steigern lässt mit Höchstwerten bis zu 21%, die Produktivität um durchschnittlich 5,34 % wächst. Ein solches Produktivitätswachstum ist so viel wie 100 Arbeitsstunden mehr pro Person im Jahr. In Zeiten, in denen immer weniger Menschen immer mehr leisten sollen, ist dies unschlagbar.

Fazit

Kann es nun ein Zuviel an Mitarbeiterwohlbefinden und Mitarbeiterzufriedenheit geben? Genauso gut könnte ich fragen, kann es ein zuviel an Gesundheit geben oder an Lebensfreude. Um es deutlich zu sagen: auf gar keinen Fall. Denn dies alles sind Voraussetzungen, um in der heutigen Arbeitswelt bestehen zu können.

Hier können Sie sich den Fragebogen zu Mitarbeiterzufriedenheit und Wohlbefinden kostenlos herunterladen.

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