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Glück ist, die Welt einfach friedvoll zu betrachten

… so möchte ich zu diesem Jahr und meinen Erfahrungen mit dem Glück frei nach Buddha sagen.

Christin Prizelius

Glück ist erreichbar

Meinen Glaubenssätzen nach zu urteilen, durfte ich eine lange Zeit mein Glück immer nur mit etwas Unerreichbarem verbinden, etwas, was ganz weit entfernt in der Zukunft lag und mit nahezu unmöglichen Zielen und Bedingungen verknüpft war. Wenn ich erst dies oder das erreicht hätte, oder wenn dies oder jenes erledigt wäre, dann… dann stellt sich für mich bestimmt ein Glücksgefühl ein. Dann habe ich es verdient, glücklich zu sein, dann erlaube ich es mir. Das Glücksempfinden war für mich also leider immer mit dem Erbringen von Leistungen verbunden. „Zum Glück“ konnte ich aber mit der Zeit lernen, dass es anders geht – und sein darf. Wir Menschen streben seit jeher nach einem persönlichen Glücksempfinden und einem gelingenden Leben – ist das „Streben nach Glück“ in den USA doch sogar in der Unabhängigkeitserklärung verankert. Stellt sich dabei vielen ja aber auch gleich die Frage, wie sich ein subjektives Gefühl, wie das Glück, objektiv überhaupt messen und vergleichen lässt?!

Leider machen es viele Menschen nicht selten ausschließlich von äußeren Faktoren, beziehungsweise materiellen Dingen, abhängig: Geld, Statussymbole sowie Macht und beruflicher Erfolg. Es wurde zwar schon durch viele Studien wissenschaftlich belegt, dass Geld beispielsweise nicht glücklich macht, zumindest nicht langfristig, aber schon zufriedener, weil wir damit Sicherheit verbinden. Aber ist es das, wonach wir im Herzen suchen und uns sehnen?!

Glück ist sehr individuell und für jeden etwas anderes

Wir alle sind einzigartig und nehmen uns, unser Umfeld und überhaupt die Welt um uns herum, unterschiedlich wahr. Darin liegen so viele Chancen, das Glück zu sehen und zu fühlen. Und zwar bedingungslos, auch wenn uns im Leben immer wieder Negatives widerfährt.

Und das ist mein Ansatz, darin sollten wir uns alle üben, um kleine Glücksmomente im Alltag zu sehen. Alle Menschen sehen sich mit unterschiedlichen Herausforderungen im Leben konfrontiert. Dazu gehören auch negative Phasen wie Krankheit, Jobverlust oder Trennungen. Entscheidend ist es, wie wir mit diesen Situationen umgehen und wieder auf die Beine kommen, was wir auch an glücklichen Momenten erleben und wie wir diese zu schätzen wissen – die uns leider oft so selbstverständlich erscheinen. Unsere Gedanken bestimmen dabei unser Leben. „Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ Buddha

Glück ist Phantasie

Als ich vor einiger Zeit ein Buch las, in dem es darum ging, dass Sportler gebeten wurden, sich ihre Wettkämpfe vor ihrem geistigen Auge vorzustellen, und dabei an Biofeedbackmessgeräte angeschlossen wurden, war ich beeindruckt. Das Ergebnis war, dass die Muskelaktivitäten bei der reinen Vorstellung die gleichen waren, als wie wenn man den Wettkampf tatsächlich durchführt, weil unser Gehirn hier nicht unterscheiden kann. Ich fing an, diese Erkenntnisse für mich zu nutzen und ebenfalls zu praktizieren. Mit der Zeit habe ich tatsächlich begriffen, wie mächtig unsere Gedanken sind, und was wir durch sie schaffen und kreieren können. Positive Gedanken können wir durch für uns positiv formulierte Sätze, Affirmationen und auch Formeln fördern. Diese helfen uns wiederum, mehr Positives zu erkennen und unsere Wünsche, Ziele und Träume zu verwirklichen. So können wir uns auch in einem gesunden Umgang mit unseren Sorgen, Zweifeln und Ängsten trainieren.

Ab sofort begann ich also, diese Erkenntnisse für mich zu nutzen, entwickelte positive Gedanken für meine Wunschzukunft, und stellte mir nun alles vor meinem geistigen Auge vor, was ich erreichen wollte.

Daraus entstanden ist ein kostenloses Ebook: https://feelgood-institute.com/pdf-staerken-business/

Das Jahr 2018 war dafür sehr kennzeichnend. Dabei lernte ich, kleine Erfolge als Etappenziele bewusst zu feiern, was weiter motivierte und Freude machte. Und wir reden nicht vom Besteigen des Mount Everests oder der Problemlösung bei der Frage der globalen Erderwärmung. Es sind die kleinen Dinge im Alltag. Mit der Zeit lernte ich auch, den persönlichen Erfolg für mich anders zu definieren, und nicht mehr von äußeren Faktoren und vor allem Bedingungen abhängig zu machen. Und so freute ich mich mit allen Sinnen bewusst beispielsweise über etwas, was mich den Tag über zum Lachen gebracht hat, eine positive Rückmeldung von Kunden, die Blumen im Garten, einen leckeren Soja-Latte-Macchiato in der Sonne an der Elbe oder ein netter zwischenmenschlicher Kontakt beim Spaziergang mit Kind und Hund.

Da ich leider ein gnadenloser Selbstkritiker bin und seit Kindheitstagen mit vielen störenden und hinderlichen Glaubenssätzen zu kämpfen habe, deren Transformation ins Positive noch immer ein Prozess ist, hilft mir regelmäßig die Übung „3 Good Things“.

Glück braucht Training

Diese Übung mache ich nun zwar nicht täglich, aber dennoch sehr regelmäßig, schriftlich und das meistens vor dem Schlafengehen. So gehe ich den Tag noch einmal durch und suche mir die ganzen Situationen heraus, die gut verlaufen sind. Dadurch schlafe ich mit ruhigen Gedanken und Gefühlen ein, wache am nächsten Tag entspannter auf, und mit der Zeit wuchs dann auch ganz automatisch mein Selbstvertrauen. Das ist einfach eine sehr gute Methode, die Balance wieder herzustellen. Auch hier ist bekannt: Das, wofür wir dankbar sind, mehrt das, wofür wir dankbar sind. Im Job beispielsweise bedeutet für mich das kleine Glück jeden Tag, einer zeit- und ortsunabhängigen Tätigkeit nachgehen zu können, und somit viel Zeit für meine Familie und all die Dinge zu haben, die mir Spaß und Freude machen, und Lebensqualität bedeuten.

Auch darin unterstütze ich mittlerweile andere Menschen, was mir ebenfalls viele positive Gefühle bereitet. Ich schätze es sehr, mir ein Leben gestaltet zu haben, das meinen Stärken und Werten entspricht, und das spüren auch die Menschen um mich herum – sowohl beruflich als auch privat. Was ich nach diesem aufregenden und spannenden Jahr 2018, in dem sich all meine Erkenntnisse noch einmal mehr gefestigt haben, weitergeben möchte ist, einfach zu einem guten Umgang mit sich selbst zu finden. Ganzheitlich bedeutet das kleine Glück für mich, bei sich zu bleiben, nicht im Außen unterwegs zu sein, und in Gemeinschaft schöne Dinge zu zelebrieren. Gemeinsam lernen können wir z.B. hier:

Mein 30 Tage E-Mailkurs  ist ein “Feel Good Booster“ mit Affirmationen und Inspirationen: Feel Good E-Mail-Kurs

Glück bedeutet nicht die Millionenvilla am Strand, das dicke Bankkonto oder Urlaube ans paradiesische Ende der Welt. Wir nehmen uns dabei in der Familie den Tipp vom Dalai Lama sehr zu Herzen: Wir besuchen jedes Jahr Orte, an denen wir noch nie waren. Und das schaffen wir auch, wenn wir nur eine Stadt weiter fahren. Vergessen wir nicht: „Du wirst morgen sein, was Du heute denkst.“ Buddha

Auch daran arbeite ich jeden Tag. Das ist mir ebenfalls in diesem Jahr sehr bewusst geworden. Es ist daher wunderbar, die Positive Psychologie und das persönliche Glück in diesen besonderen Zeitraum – das Jahresende – zu tragen. Ich habe nun zwar nicht viel Neues über das Glück an sich gelernt, aber doch nochmal mein Bewusstsein dafür geschärft, einfach dankbarer für die kleinen Dinge zu sein, die uns manchmal zu selbstverständlich erscheinen. Ich durfte unter anderem mit einer lieben Kollegin ein neues Magazin herausbringen, in dem es um Interviews und Geschichten mit Impulsen und Inspirationen für ein positives Leben geht: Magazin Pure & Positive

Glück ist ein Fokus auf positive Nachrichten

Auch das macht mich glücklich. Mit all diesen Themen, die Bestandteil der Positiven Psychologie sind, können wir in guten Beziehungen mit anderen leben, Sinn im Leben erkennen, unsere Stärken nutzen und erfolgreich sein – was Erfolg dabei für uns persönlich bedeutet. Wir legen dann den Fokus auf das, was unser Leben lebenswert macht, es gelingen lässt und uns Glück bereitet. Aber es kann hin und wieder auch einfach mal Schokolade sein, die uns für den Moment glücklich macht, wenn auch nicht -wie oft behauptet- allein durch ihre Inhaltsstoffe, sondern viel mehr durch die Erinnerungen an unsere Kindheit, und was wir mit dem Genuss von Schokolade verbinden… 🙂 Hier unterschreibe ich Ilonas Motto ebenfalls – durch das, was ich in diesem Jahr über das Glück gelernt habe und weitergeben möchte: „Leben ist wie Schokolade essen, voller Möglichkeiten, Freude und Genuss!“ Es liegt dabei an uns, wie wir denken und jeden Tag unterwegs sind, und durch welche Brille wir die Welt sehen. Wir können unser kleines Glück täglich gestalten und kreieren, es braucht nicht höher, größer, schneller, weiter. Wir haben die Freiheit und es selbst in der Hand, was für ein Geschenk!

Mit den besten Wünschen für einen ruhigen, friedlichen und positiven Jahresausklang herzlichst,

Christin Prizelius

Über die Autorin
Christin Prizelius ist Wirtschaftspsychologin und Inhaberin des „Feel Good Online Institut“, außerdem Co-Founder des Magazins „Pure & Positive“.

www.feelgood-institute.com
www.pureandpositive.com

Foto: Patricia Schumann