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Wie oft putzen Sie die Zähne und wie oft Ihr Gehirn?

Schätzen Sie doch einmal wie oft Sie Ihr Auto oder sich waschen, Ihren Garten pflegen oder die Wohnung putzen. Die meisten von uns werden mindestens einmal täglich irgendetwas davon tun. Warum? Weil wir überzeugt sind, dass dies richtig, notwendig und gesund ist und uns damit wohler fühlen. So weit so gut.

Doch wie oft machen Sie Großputz im Gehirn, reinigen Ihr Denken, probieren neue geistige Werkzeuge? Gelernt haben wir in der Schule, in der Ausbildung und viele Erwachsenen stöhnen, wenn sie ein neues Computerprogramm, eine neue Sprache lernen oder eine neue Ausbildung absolvieren sollen. Ganz zu schweigen von der bewussten Pflege unsers Denkens. Wir tragen alle so viele falsche Erwartungen, Är-ger, Zweifel, Unsicherheiten oder Erlebnisse, die wir „nicht verzeihen können“ mit uns herum. Sie haben sich im Laufe des Lebens zu richtigen Bergen angesammelt. In Wohnung oder Auto hätten wir sie längst herausgeputzt oder hätten einen Spezialis-ten befragt. Warum akzeptieren wir, dass uns negative Gedanken anhaften dürfen und uns das Leben schwer machen?

Mancher ist sich nicht einmal bewusst, wie viele negative Gedanken sich angesammelt haben. Es schient so normal zu sein, dass wir gar nicht darüber nachdenken. Dies wäre nicht so wichtig, wenn die Gedanken keinen Einfluss auf unser Leben hätten. Doch Angst lähmt, Sorgen und Zweifel  halten uns von neuen Erfahrungen ab und „nicht verzeihen können“ schade immer nur uns selbst, nicht dem, den wir damit treffen oder bestrafen wollen. Vielmehr schaden wir uns, weil wir eine Last tragen, die in die Vergangenheit gehört und die Gegenwart trübt.

Werfen Sie doch einmal einen prüfenden Blick in den Spiegel und schauen Sie sich an. Strahlen Ihre Augen? Welchen Ausdruck nehmen Sie in Ihrem Gesicht war? Sorgen- oder Lachfalten, Bitterkeit oder Lust auf Leben. Wie sieht Ihr Körper aus? Gebeugt von den Lasten, die Sie tragen oder frisch und aufrecht. Fühlen Sie sich kraftvoll oder kraftlos? Der Körper spricht eine klare Sprache, denn unsere Gedanken und Gewohnheiten prägen seine Form und seinen Zustand: Sie erkennen auf den ersten Blick, was für ein Leben jemand lebt.

Sie erkennen den Einfluss von Gedanken auf Ihr Leben auch an körperlichen Symptomen. Aus der Herzforschung ist bekannt, dass Herzkrankheiten mit negativen Gefühlen wie Wut oder Ärger verbunden sind, wir zerbrechen uns den Kopf und bekommen Kopfschmerzen. Der Blutdruck steigt, wir schlafen schlecht, der Rücken streikt. Alles das, was wir heute so schnell als negativen Stress bezeichnen sind unser Gedanken über uns und die Welt. Denn nur wer die Situationen als gefährlich, nicht bewältigbar oder unangenehm interpretiert, hat negativen Stress.

Bedenken Sie, dass Sie jederzeit Ihre Gedanken und damit Ihre Gefühle und Ihre Erlebnisse beeinflussen können. Machen Sie es sich doch zur Gewohnheit, regelmäßig einen Kopfputztag zu halten. Sie bestimmen in jeder Minute Ihres Lebens, ob Sie Ärger zulassen oder ein Stoppschild setzen. Räumen Sie mit der Vergangenheit auf. Holen Sie sich eventuell Hilfe dazu. Dann gelingt es oft leichter, Perspektiven und Erwartungen  zu ändern oder zu verzeihen. Wählen Sie bewusst das Material, aus dem Sie Ihre Gedankenwelt bauen. So wie Sie die Sitzfarbe passend zum Lack des Autos wählen oder die Gardinen waschen bis sie stahlen um am Ende „schön“