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Wie Sie in der Fastenzeit negative Gedanken in positive verwandeln

Positive Gedanken in Negative umwandeln

Negatives Denken in positives zu umwandeln wäre eine zeitgemäße Interpretation der Fastenzeit. In der Regel versuchen wir, uns schlechte Gewohnheiten wie zu viel Alkohol, Fleisch oder Zucker abzugewöhnen und Raum für bessere zu gewinnen. Dabei denken wir zumeist an unseren Körper. Doch was ist mit dem Kopf?

Wir alle tragen falsche Erwartungen, Ärger, Zweifel, Unsicherheiten oder Erlebnisse, die wir „nicht verzeihen können“, mit uns herum. Regelrechte Berge an negativen Gedanken davon haben sich im Laufe des Lebens angehäuft.

Werfen Sie einmal einen prüfenden Blick in den Spiegel und schauen Sie genau hin: Strahlen Ihre Augen? Was nehmen Sie in Ihrem Gesicht wahr? Sorgen- oder Lachfalten, Bitterkeit oder Lust auf Leben?

Mancher ist sich nicht einmal dessen bewusst, wie viele negative Gedanken sich bereits angesammelt haben. Es scheint so normal zu sein, dass wir gar nicht darüber nachdenken. Jedoch: Angst lähmt, Sorgen und Zweifel halten uns von neuen Erfahrungen ab und „nicht verzeihen zu können“ wirkt stets nur gegen uns selbst.

Die vier wichtigsten Wege, auf denen negative Gedanken entstehen

Das Gehirn verfügt über einige Mechanismen, die Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden im Alltag entgegenstehen:

Problembewusstsein verdirbt das Glück
Das sogenannte „katastrophische Gehirn“ beschreibt den Automatismus unseres Gehirns, sich bevorzugt auf Gefahren, Probleme und Schwierigkeiten zu konzentrieren. Einst diente es dem Überleben der Menschen und so ist es auch heute noch, z. B. wenn Sie eine Straße überqueren wollen. Allerdings hat sich dieser Automatismus inzwischen verselbstständigt: Mittagessen mit Kollegen, Plausch mit den Nachbarn – worüber sprechen wir? Genau. Über Unglücke, Misslungenes, Probleme. Kurzum negative Gedanken statt positive.

Unerledigtes verursacht Stress
Dinge, die wir noch nicht geschafft haben, To-do-Listen, die nicht abgearbeitet sind, beschäftigen uns stärker, länger und unangenehmer als alles, das geklappt hat. Gelungenes wird abgehakt und unverzüglich zur Tagesordnung übergegangen.

Probleme plustern sich gern auf
Unser Gehirn neigt dazu, Probleme größer erscheinen zu lassen, als sie in der Realität sind. Gerade dann, wenn wir über etwas grübeln, das längst Vergangenheit ist oder – noch gar nicht eingetreten. Bestimmt fällt auch Ihnen eine Nacht ein, in der Ihre Gedanken Sie wachgehalten haben.

Die Anstrengungsfalle
Anstrengung ist in unserem Kopf oft negativ besetzt, weil wir sie nicht nur mit Aufwand, Fleiß und Ausdauer, sondern vor allem mit Überforderung und Strapaze gleichsetzen. Folgende Maßstäbe helfen Ihnen, Anstrengung als nützlich oder schädlich zu definieren: Bringt sie Freude, Wachstum, Lernen, Lösungen? Oder kostet sie Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Wohlbefinden?

Vier Strategien, negative Gedanken sofort in positive umzuwandeln

Jede Situation, in der wir uns über etwas aufregen, ärgern, enttäuscht sind, bietet die Chance auf eine positive Reaktion:

Freundlich sein zu sich selbst
Niemand ist uns gegenüber so kritisch wie wir selbst. Dabei wäre es unsere erste Aufgabe, besonders liebevoll und aufmerksam mit uns zu sein, wenn etwas nicht geklappt hat, wir enttäuscht oder müde sind. Gleichen Sie unangenehme Gefühle mit guten Gefühlen für sich aus. Sehen Sie, was Sie geleistet haben, wie wertvoll Sie sind.

So ärgern Sie sich künftig maximal drei Minuten:

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Relativieren Sie
Unangenehme Erfahrungen und Erlebnisse sind immer eine Ausnahme im großen, guten Ganzen unseres Lebens. Zählen Sie einfach einmal die positiven und negativen Dinge an einem scheinbar schlechten Tag und Sie werden staunen, wie verzerrt Sie wahrnehmen. Wir übersehen ganz schnell, dass wir ein schönes Zuhause haben, unfallfrei zur Arbeit gelangt sind, unser Körper zuverlässig wie ein Uhrwerk arbeitet, oder wir ein Projekt eher als gedacht fertiggestellt haben.

Selbsterkenntnis beugt vor
Situationen, die uns in irgendeiner Weise unangenehm sind, sind die besten Lehrer. Schnell lässt sich sagen, dass uns jemand enttäuscht oder belogen hat. Die Chance für uns liegt darin, herauszufinden, welchen Anteil wir daran haben. Wo haben wir uns Illusionen gemacht, falsche Erwartungen gehegt oder etwas ignoriert? Jede noch so kleine Erkenntnis ist Prävention für die nächste ähnliche Situation.

Ihre Erwartungen überprüfen
Sind Sie Ihnen und anderen gegenüber angemessen? Falsche und zu viele Erwartungen müssen zu Enttäuschungen führen. Wir engen unseren Spielraum für Glück und Wohlbefinden ein, je strikter wir gedanklich festlegen, wie etwas sein sollte. Manchmal sind Erwartungen auch nicht die unseren, sondern wir haben sie von anderen übernommen oder folgen Trends.

Ein alter Spruch lautet, dass die Seele im Laufe der Zeit die Farbe der Gedanken annimmt. Nicht nur sie, sondern auch unser Körper, unsere Arbeit und unsere Beziehungen spiegeln wider, wie es uns geht. Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben. Weil Sie nur dann gut für sich und andere sorgen können, wenn es Ihnen gut geht.

Sie wollen öfter und leichter positiv denken? Dann können Sie hier 10 Tage lang in nur 10 Minuten täglich testen, wie es gelingt.